Durch das Netz geistern ja einige Dinge, die man nicht unbedingt braucht: Viagra in meinem Posteingang, Drogen aus dem Darknet und Anleitungen auf Facebook, wie ich ohne einen Finger krumm zu machen ein 4-stelliges passives Einkommen generiere. Schneeballnachrichten wie „Sende diese E-Mail an 20 deiner Freunde weiter, weil dir sonst der Penis abfällt, deine Kinder in der Schule gemobbt werden und deine Frau mit einem anderen durchbrennt“ sind da noch am harmlosesten.

Liebster Award – wat is dat denn?

Eigentlich ist der Liebster-Award nichts weiter als als eine nette Form des Schneeballsystems. Dir wird von einem Blogger der Award verliehen (egal ob du willst oder nicht) und du musst 6 Aufgaben bearbeiten:

  1. Danksagung des Bloggers der dich nominiert hat
  2. Die Beantwortung von 11 Fragen, ausgedacht vom vorherigen Nominierten
  3. 10 Fakten über einen selbst
  4. Den eigenen Lieblingsblog vorstellen
  5. Die eigenen 11 Fragen für die neuen Nominierten
  6. Fünf andere Blogs mit weniger als 200 Follower nominieren

Warum das Ganze? Sinn der Übung ist es, weniger bekannte Blogs einem breiteren Publikum bekannt zu machen. Durch die gegenseitige Verlinkung stärkt man die Wertigkeit seiner Seite, was dem Google Ranking zuträglich sein soll. Das behaupten zumindest die SEO-Experten, auch wenn das keiner so genau weiß, da der Google Algorithmus so geheim ist wie die Rezeptur von Coca Cola).

Danksagung

Anyway … auch wenn ich kein großer Freund von Schneeballsystemen bin, die Einladung vom lieben Alex von den Tropical Freaks konnte ich nicht ablehnen. Als ich dann noch die Antworten auf seine Fragen gelesen habe, schon gleich zwei mal nicht, da ich hier wohl nicht nur einen Namensvetter, sondern einen Bruder im Geiste gefunden habe. Danke also für die Nominierung!

Tropical FreaksAriane und Alex berichten von Ihrem Ausstieg aus dem System Konsum, Job Hamsterrad und gesellschaftlichen Zwängen. In Deutschland haben Sie alles zurückgelassen und sind jetzt als Personen „ohne festen Wohnsitz im Inland“ zusammen mit ihren beiden Kids für mindestens ein Jahr in den Tropen unterwegs. Am faszinierendsten finde ich an den beiden, in welcher Geschwindigkeit Content produziert wird. In der Zeit, in der ich gerade mal einen Blogpost fertig bekommen, hauen die vier fünf Videos, sechs Blogeinträge und unzählige Instagrams raus.

Nach langen Warten und einigen Kosten für Auslandsüberweisungen haben die Tropical Freaks (und auch wir) eine Bestätigung für den Aufenthalt im Buritara Resort auf Koh Phangan im Frühjar 2018 bekommen. Wir freuen uns wirklich sehr darauf, euch vier live kennen zu lernen.

Die 11 Fragen der Tropical Freaks

Eins vorab: stellvertretend für Back2Family beantwortet Alex die Fragen.

Wenn du nur noch ein Jahr zu leben hättest, was würdest du mit der verbleibenden Zeit anstellen?

Wenn du mir die Frage vor einem Jahr gestellt hättest, hätte ich dir einen langen Text geschrieben von Dingen, die ich noch erledigen will. Jetzt kann ich dir sagen, dass ich nichts anders machen würde, als das was wir jetzt geplant haben: mit meiner Familie Zeit zu verbringen, zu reisen und das Leben zu leben.

Wenn du reich wärst und dir alles leisten könntest was du willst, wie würde dein Leben dann aussehen?

Nicht viel anders als jetzt. Vielleicht würden wir uns ein etwas neueres Reisemobil kaufen, als wir uns aktuell leisten können, aber das wäre es dann auch schon.

Welches Ereignis in deinem Leben hat dich am meisten verändert?

Das ist eine schwierige Frage, da es in meinem Leben bisher schon einige Ereignisse gab, die mein Leben sehr verändert haben. Zwei Hochzeiten, eine Scheidung, drei Kinder sind schon mal 6 Ereignisse :-). Dazu kommt noch ein Burnout im Sommer 2016, der die Initialzündung für unsere Weltreise war.

Glaubst du, dass die Kinder deiner Kinder auch noch eine schöne Zukunft haben werden? und warum?

Ich hoffe es zumindest. Ich werde alles mögliche tun, damit meine Kinder das Leben und die Erde als ein Geschenk sehen, mit dem man rücksichtsvoll und vorsichtig umgehen muss. Wenn andere Eltern das Ihren Kindern auch mitgeben, sehe ich eine Chance, dass auch unsere Kindeskinder eine schöne Zukunft haben.

Mal angenommen der Welthunger, Kriege Umweltzerstörung könnten auf der Stelle beendet werden, du sollst dafür aber auf deinen rechten Arm verzichten, würdest du zustimmen? Wenn nein, was würdest du stattdessen opfern?

Mein rechter Arm wäre ein vergleichsweise geringes Opfern, wenn ich damit die größten Geiseln der Menschheit besiegen könnte.

Als du 16 Jahre alt warst, hast du dir dein Leben welches du heute lebst, so vorgestellt? Wenn Nein, wie dann?

Ich musste gerade laut lachen, als ich zurück gedacht habe, wie ich mit 16 Jahren war. Also, ich war in dem Alter ein ziemlicher Chaot mit langen Haaren, zerrissenen Klamotten und Doc Martens an den Füßen, dem Pogo tanzen und Roller fahren definitiv wichtiger war als an die Zukunft zu denken. Das Leben, dass ich bis vor einem Jahr geführt habe, hätte ich mir aber sicher im Traum nicht so vorgestellt. Meinen aktuelle Lifestyle dagegen eher schon.

Wenn du dir bewusst machst, dass du nur dieses eine Leben hast und keine 2. Chance, an was musst du spontan denken?

Spontan fällt mir dazu ein Zitat von Tom Hiddleston ein, das ich kürzlich gelesen habe: „Wir alle haben zwei Leben. Das Zweite beginnt, wenn wir realisieren, dass wir nur Eins haben“. Bei mir kam die Erkenntnis im Sommer letzten Jahres, worauf hin ich mein Leben radikal geändert habe. Und dafür bin ich sehr dankbar, denn irgendwann kommt bei jedem die Erkenntnis, bei manchen halt erst auf dem Totenbett.

Was glaubst du, würdest du auf deinem eigenen Totenbett bereuen, wenn du auf dein Leben zurück blickst?

Die Tatsache, dass ich mir für meine beiden großen Töchter nicht so viel Zeit genommen habe, wie ich es jetzt für meine jüngste mache. Leider ein Fehler, der sich nicht mehr ändern lässt, aber man kann es im Hier und Jetzt besser machen. Damals hatte ich einfach noch die falschen Prioritäten im Leben.

Wenn deine Angst/Vernunft dich nicht daran hindern würde, was würdest du tun?

Aktuell mache ich jede Menge Dinge, zu denen meine Angst und/oder Vernunft noch vor einem Jahr gesagt hätte, dass „das“ nicht geht oder „man“ das nicht so machen kann. Von daher fällt mir dazu nichts ein.

Wenn du einen Wunsch frei hättest, welcher wäre das?

Hmmm, Silvio Berlusconi veranstaltet keine Bunga Bunga Parties mehr, Hugh Hefner ist tot und das Studio 54 gibt es auch schon lange nicht mehr. Also nehme ich wohl den Klassiker: Frieden auf Erden.

Irgend jemand auf der Welt soll sterben, und du sollst entscheiden wer es sein soll. Du hast keine andere Wahl weil sonst… du weißt schon … deine Frau, deine Kinder, dein Hund… Wer soll also sterben? (fies, oder? 😉

Erster Impuls: Donald Trump. Mache ich aber nicht, da ich niemanden den Tod wünsche. Also diplomatische Antwort: einem Selbstmörder, der von der Brücke springt und vor dem Aufprall einen Herzinfarkt bekommen soll.

10 Fakten über mich

  1. Ich bin gelernter Reiseverkehrskaufmann und habe eine Zeit lang mein Geld als DJ verdient (und habe davon einen Hörschaden).
  2. Mein Hirn ist manchmal seltsam: ich kann mir Unnützes bestens merken, scheitere aber regelmäßig an Geburtstagen und Namen
  3. Wenn mir noch Haare wachsen würde (außer in der Nase und auf den Ohren) würde ich sie ganz lang tragen (so wie Alex von den Tropical Freaks ;-))
  4. Als Kind war mein Spitzname Wicki
  5. Meine Schwester ist mit dem Zwillingsbruder meiner Frau Kirstin verheiratet
  6. Mein erstes motorisiertes Fahrzeug war eine Vespa V50, die ich von meinem Vater geschenkt bekommen hatte, nachdem ich damit einen Unfall gebaut hatte
  7. Ich bin ein echter Münchner (aber kein waschechter)
  8. Ich war schon mal verheiratet und hatte den Namen meiner Frau angenommen (bei einem Adelstitel kann man das schon mal machen, finde ich)
  9. Theresa ist definitiv mein letztes leibliches Kind
  10. Ohne den Tag der deutschen Einheit würde es unsere Kinder nicht geben

Mein Lieblingsblog

podcast.daddyImmer wieder gerne schaue ich in die Instagrams von podcast.daddy. Streng genommen zwar kein Blog, aber die Storys die Stefan raus haut sind immer sehr lustig und voll von schwarzem Humor und Ironie. Zusammen mit seiner Frau Katrin und den drei gemeinsamen Kindern tingelt Stefan ebenfalls um die Welt. Mehr über ihre Reise gibt es auch auf ihrer Website.

Meine 11 Fragen

  1. Welches Land steht ganz oben auf deiner Reisewunschliste und warum?
  2. Und in welches Land möchtet ihr auf keinen Fall reisen?
  3. Welche drei Dinge sind für dich unverzichtbar auf Reisen?
  4. Wer sitzt bei dir auf dem Beifahrersitz?
  5. Beschreibe dich mit 3 Worten
  6. Welche kleine Macke macht dich besonders und/oder liebenswert?
  7. Was bedeutet Freiheit für dich?
  8. Welchen Song verbindest du mit deiner Jugend und warum?
  9. Welche Person der Geschichte würdest du gerne treffen und was würdest du sie/ihn fragen?
  10. Wenn du die Möglichkeit hättest, einem Präsidenten dieser Welt einen Ratschlag zu geben, was würdest du wem sagen?
  11. Wann hast du das letzte mal so richtig herzhaft gelacht und warum?

Meine 5 Nominierten

Und euch fünf hat er erwischt:

Aero(h)TravelKitchen

Aero(h)TravelKitchenDiana postet auf Instagram die leckersten roh-veganen Gerichte, die ich jemals gesehen haben. Foodporn vom Feinsten! Ich ärgere mich jedes mal, dass man Social Media nicht schmecken kann. Dafür freuen wir uns umso mehr, uns von euch in Thailand bekochen verwöhnen zu lassen. Damit die Leckereien nicht ansetzen, sorgt ihr Mann Bob als persönlicher Fitness Coach mit seinem Aero(h)Fit. Aktuell sind die beiden in Down-Under unterwegs

Ilona Present

Ilona PresentLeider haben wir es nicht mehr geschafft, uns vor unserer Abreise mit Ilona und Ihrer Familie zu treffen. Wie wir beim Chat auf Facebook festgestellt haben, vereint uns nicht nur die Tatsache, dass wir uns aus der vermeintlichen Sicherheit gelöst haben und auf Reisen gegangen sind, sondern auch, dass jeweils eins unserer Kinder für ein Jahr gemeinsam die Schulbank gedrückt haben. Die Fünf sind gerade mit dem Wohnmobil in Europa unterwegs.

Roadtrip Kris Lunemann

Kris LunemannKris ist mit Ihrer Familie ebenfalls unterwegs. Sri Lanka – Malaysia – Australien – Malaysia – Indonesien in 8 Wochen waren die letzten Einträge ins Boardbuch. Mit leichtem Gepäck erkunden die sympathischen Münsteraner die Welt und nehmen sich dafür immer wieder für einige Monate eine Familienauszeit.

Noah’s kleine Welt

Noah's kleine WeltDie liebe Silvana und Ihre Familie begleitet uns schon seit längerem – angefangen als Unterstützung meines Business‘ als virtuelle Assistentin ist sie heute zu einer Freundin geworden, die wir bei der Verwirklichung ihres Traums unterstützen dürfen. Auf Ihrem Blog schreibt sie über ihr nicht immer einfaches Leben mit zwei besonderen Kindern.

Glückliche Familien

Glückliche FamilienSandra und Claudius sind vor dreieinhalb Jahren von der Schweiz nach Portugal ausgewandert und leben dort in einer Holzjurte. Diesen ungewöhnlichen Schritt haben sie unternommen, um mehr Harmonie in ihr Familienleben zu lassen – was ihnen gelungen ist. Aktuell sind die beiden zusammen mit ihren beiden Töchtern im Camper unterwegs.

Was die Nominierten nun zu tun haben

  • Ihr schreibt einen Blogartikel, ähnlich wie meiner hier.
  • Aufgabe 1: Mit Verlinkung stellt ihr in der Danksagung kurz meinen Blog vor.
  • Aufgabe 2: Ihr beantwortet die 11 Fragen, die ich mir ausgedacht und oben aufgeführt habe.
  • Aufgabe 3: Ihr schreibt 10 kurze Fakten über euch auf.
  • Aufgabe 4: Mit mindestens 150 Wörtern und Verlinkung stellt ihr euren aktuellen Lieblingsblog vor.
  • Aufgabe 5: Ihr denkt euch 11 Fragen für die von euch Nominierten aus und listet sie auf.
  • Aufgabe 6: Ihr nominiert 5 Blogs (idealerweise mit weniger als 200 Facebook Followern) und stellt sie kurz mit Link vor.
  • Wenn ihr alles geschrieben habt, informiert ihr uns und die 5 von euch Nominierten und stellt euren Blogeintrag online.

Viel Spaß!

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Hi, ich bin Alex, der kreative Kopf in der Familie und für alles technische zuständig. In meinem alten Leben habe ich viele Jahre im Vertrieb gearbeitet. Ein Burnout im Sommer 2016 hat meine Prioritäten gehörig verschoben – seitdem lebe ich mein Leben im hier und jetzt. Ich arbeite smart statt hart. Durch meinen Konsumverzicht muss ich weniger erwirtschaften. Die gewonnene Zeit nutze ich für das wertvollste auf dieser Welt: meine Familie.